Hufpflege weiter gedacht

hufpflege weiter gedacht

Gepflegte Hufe auf Kiesel
Gepflegte Hufe - nicht nur eine Frage der Optik

Gepflegte Hufe - nicht nur eine Frage der Optik

Seit ich mit Pferden zu tun habe, ist für mich selbstverständlich: die Hufe meiner Pferde gehören gepflegt. Sie werden vor und nach dem Reiten ausgekratzt -  mindestens aber einmal am Tag - der Hufschmied kommt in regelmäßigen Abständen und es wird darauf geachtet, dass die Hufe nicht zu trocken und nicht zu feucht sind. So habe ich es von frühester Kindheit an in der Reitschule gelernt und so praktiziere ich es bis heute. Tja,  seit ich auch beruflich mit Pferden zu tun habe, musste ich aber leider erkennen: so klar wie das Thema Hufpflege für mich ist - ist es für viele Pferdebesitzer bei weitem nicht. Ich musste zum Beispiel feststellen, dass auf das Hufauskratzen auch gerne mal "vergessen" wird, die Hufe mit einem X-beliebigen Fett zum Glänzen gebracht werden (ganz egal ob sie darunter noch schmutzig sind - Hauptsache der Schein passt) oder gar eine bestehende Strahlfäule mit einem Teer lufdicht verschlossen wird.

Zeit für mich, mit den Mythen rund um das Thema Hufpflege aufzuräumen und das ganze von wissenschaftlicher Seite her anzugehen. Was Bakterien damit zu tun haben und warum man diese auf keinen Fall am Huf "ersticken" sollte, erfahrt ihr in diesem Blogeintrag.


Was Bakterien mit der Wahl der richtigen Hufpflege zu tun haben

Bakterien unter dem Mikroskop vergrößert
Bakterien unter dem Mikroskop vergrößert

Der ein oder andere kann sich vielleicht noch daran erinnern im Biologieunterricht gelernt zu haben, dass man Bakterien in aerob und anaerob unterscheiden kann. Aerobe Bakterien vermehren sich bei Anwesenheit von Sauerstoff und anaererobe Bakterien vermehren sich, wenn kein Sauerstoff vorhanden ist. Jene Bakterien die z.B. für Strahlfäule verantwortlich sind kommen im Pferdekot vor und zählen zu diesen anaeroben Bakterien. Vermehren sich also dann, wenn sie keinen Sauerstoff um sich haben. Wie ihr wisst sind Bakterien winzig klein und lassen sich nicht einfach mit einer Bürste wegputzen. Auch nicht, wenn die Hufe jeden Tag ordentlich ausgekratzt werden.

Wird jetzt der Huf mit einem reinen Fett oder einem Hufteer eingepinselt, so sperrt man die Hufoberfläche von der Sauerstoffzufuhr ab. Dem Hufmaterial selbst ist das egal - das besteht ja hauptsächlich aus verhornten, abgestorbenen Zellen. Den Bakterien die auf dem Huf sitzen, bietet man so aber einen optimalen Lebensraum. Das macht den Huf anfällig für Strahlfäule und Co. 

Was Huffett und Nagellack gemeinsam haben

Pferd mit gepflegten Hufen auf weißem Hintergrund
Top gepflegte Hufe sind auch ein Zeichen von Schönheit

Ich werde oft gefragt: "Marie, was ist eigentlich der Unterschied zwischen deinen CXEVALO Pflegeprodukten und denen, die es sonst noch gibt?" Und da antworte ich ganz gerne mit einem Vergleich - der auch auf den Hufbalsam wunderbar zutrifft.

Glanzspray, Huffett, usw.  würde ich als "Make-up oder dekorative Kosmetik für das Pferd" beschreiben - die CXEVALO Produkte hingegen als "pflegende Kosmetik". Vergleichbar mit einer Gesichtscreme oder Bodylotion. Lasst mich das am Beispiel des Hufbalsams etwas genauer erklären: Nehmen wir als Vergleich unsere Hände. Wenn wir immer nur Nagellack verwenden und immer und immer wieder neue Schichten darüber pinseln ohne den alten Lack zu entfernen - und die Hände nie mit einer Handcreme pflegen, dann sehen unsere Nägel zwar auf den ersten Blick glänzend schön aus, darunter werden sie aber immer spröder und die Hände selbst immer trockener. Ganz ähnlich verhält es sich mit dem Hufbalsam. Ein  Huffett kann  man schon mal verwenden - wenn die Hufe besonders glänzen sollen. Der Hufbalsam aber ist zu verleichen mit der pflegenden Handcreme. Er hält die Hufe dauerhaft geschmeidig und gepflegt. Und gut gepflegten Hufe, die brauchen dann vielleicht gar kein "Make-up" in Form von Huffett mehr.

Hufpflege 2.0 oder: wie der Hufbalsam wirkt

Olivenöl, Feuchtigkeit, Vitamin E, Minzöl
Inhaltsstoffe des Hufbalsams im Schnelldurchlauf

Der CXEVALO Hufbalsam besteht aus zwei Komponenten, den so genannten Phasen.

Die Wasserphase sorgt dafür, dass der Huf mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt und so Trockenrissen vorgebeugt wird. Die Fettphase, die im CXEVALO Hufbalsam aus natürlichem Olivenöl und Minzöl besteht, legt sich bei der Anwendung wie ein atmungsaktiver Schutzmantel um den Huf. Er verhindert das erneute Austrocknen und auch das Aufweichen der Hufe bei langem Stehen auf nassem Untergrund.

Das enthaltene Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans und wird zum Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen eingesetzt. Es trägt dazu bei, die Zellen am Kronrand vor oxidativem Stress zu schützen. Durch die regelmäßige Anwendung des CXEVALO Hufbalsams wird der Huf geglättet und neuer Rissbildung vorgebeugt. Der Huf wird in nur einem Schritt optimal gepflegt ohne den Huf zu verschließen.


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