Gedanken einer Quereinsteigerin

Ulrike und Pferd
Ulrike hat erst im Erwachsenenalter mit dem Reiten begonnen

Gedanken einer Quereinsteigerin

Gastbeitrag

Was veranlasst eine Frau deren 50. Geburtstag so nahe gekommen ist, dass sie sich an den 40. kaum noch erinnern kann -  mit dem Reiten zu beginnen? Ein unerfüllter Kindheitstraum, die Midlifecrisis, oder einfach der Wunsch mehr Zeit mit der pferdebegeisterten Tochter zu verbringen? Vermutlich ist von allem etwas dabei. Wie es genau passiert ist, weiß ich eigentlich nicht mehr ganz genau. Es kam sehr schleichend. Eigentlich hatte ich vor Pferde immer ziemlichen Respekt. Eine Mischung aus – sich hingezogen fühlen und gleichzeitig Angst vor dem unbekannten Wesen.

 


Es war einmal…

Am Hof meiner Tante  kam ich früh mit Pferden in Kontakt und war vor allem fasziniert von der Schönheit der Bewegung und dem Wechselspiel von Kraft und Ruhe. Auch den Geruch von Pferd und Leder, der immer in der Luft hing, mochte ich. So ein Pferdehof gibt aber auch jede Menge Arbeit, die Erwachsenen hatten immer etwas zu tun und so gab es nur wenig Gelegenheit, auch einmal auf dem Rücken eines der vielen Pferde sitzen zu dürfen. Die wenigen geführten Spaziergänge auf meiner ersten Pferdeliebe Libido, gehören somit zu jenen Kindheitserinnerungen, die man wie einen Schatz bis ins Erwachsenenalter hütet. Mehr als eine Kindheitserinnerung ist daraus  nicht geworden und so kam im Laufe der Jahre Unsicherheit  gegenüber dem unbekannt gebliebenen Wesen Pferd auf.

 

Familie Siegl
Die Liebe zu den Pferden liegt uns im Blut. Ulrikes Cousins haben schon früh die Liebe zu den Pferden entdeckt. Der jüngste - Harald Siegl - ist heute international erfolgreicher Vielseitigkeitsreiter und Trainer.

Dennoch waren diese frühen Begegnungen Anlass genug, dem Wunsch  der eigenen Kinder nach Reitunterreicht nur allzu gerne nachzugeben. Gerne habe ich sie zum Unterricht begleitet – immer noch mit Respektabstand zum Pferd allerdings. Aber ich erinnere mich, dass ich mich von den Kindern ermutigen lies, den Pferden nach der Reitstunde Leckerlis zu geben. Es erfüllte mich mit Stolz, meine Angst vor der Nähe und Größe der Tiere hinter mir lassen zu können.

 

Über die Pferdpflege zum Vertrauen…

Mit dem ersten eigenen Pferd unserer Tochter kam es dann wie von selbst, dass ich immer mehr zutrauen fand. Merlin schlich sich schon  bald als weiteres Familienmitglied in mein Herz und meine zögerlichen Versuche beim Putzen und Pflegen zu helfen, danke er mir mit Zuneigung. Als er zum ersten Mal auf meinen Zuruf hin die Herde auf der Koppel verlies um sich von mir abholen zu lassen zählt bis heute zu meinen Sternstunden.  Aber auf Merlin reiten?

 

Vermutlich ist es dem pädagogischen Geschick meiner Tochter zu verdanken, dass ich es irgendwann doch wagte. Sie bescheinigte mir während der ersten Einheiten auf der Longe so etwas wie „Naturtalent“ und ermutigte mich wo sie nur konnte. Es dauerte noch eine Weile, bis ich mich entschließen konnte Ernst zu machen. Schlussendlich war es tatsächlich auch der Wunsch, regelmäßig Zeit mit meiner mittlerweile erwachsenen Tochter zu verbringen, Ausschlag für die Entscheidung zum Wagnis Reiten. Denn nur sie darf mir das Reiten beibringen. Aber das ist eine andere Geschichte…

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Gabriela Freudenschuß (Mittwoch, 22 August 2018 21:30)

    Irgendwie zieht es mich sehr zu Pferden, da ist was magisches, das mich anzieht.Aber... die Angst vor der Größe, der Respekt vor dem Edlen und irgendwie ziehen mich Pferde magisch an. Eines Tages wage ich es

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